Samstag, 19. September 2009

Third-World-Oktoberfest

Was soll ich sagen... Hier in Quito gibt es immer wieder einen Grund, dass einem die Spucke wegbleibt.
Nächsten Samstag gehe ich mit meinen Gastschwestern auf das "Oktoberfest" der Universidad San Franzisco de Quito. Dort gibt es Würscht'l, Brez'n und bayrisches Bier. Für Unterhaltung sorgt die Band "Sturzboch-Musi", die direkt aus Bayern eingeflogen wird und wer die schönste Tracht trägt (das sind hier ja nicht so viele), bekommt einen Preis. Ich wusste ich könnte mein Dirndl zu irgendwas gebrauchen...schade, dass ich es daheim gelassen hab.
Ihr könnt euch vielleicht vorstellen, wie mein Gesicht ausgesehen hat, als ich das gesehen hab! Meine Gastschwestern nennen das, das Third-World-Oktoberfest - ich nenne es Globalisierung!

Ihr denkt das ist ein Scherz? Dann seht selbst:


Donnerstag, 17. September 2009

Flores por mi cumpleanios - die Geschichte

Die Doris hat uns immer gesagt, dass wir die kleinen Anekdoten, die uns so wiederfahren zum Besten geben sollen. Heute hab ich auch was für euch, damit ihr was zu lachen habt =)

Folgendes ist passiert...
Mein Handy klingelt und es ist ein sehr lauter, sehr schnell sprechender Ecuadorianer dran. Ich bin natürlich erst mal verwirrt und denke, er hat sich vielleicht einfach nur verwählt.
Das Problem ist, ich verstehe kein Wort, da 1. die Verbindung schlecht ist und 2. er redet, wie als müsste er den Weltrekort im Schnellreden brechen.
Doch dann fällt plötzlich der Name Familie Ubidia und dann auch noch Daniela Frey. Gut ich versuche es mit "Mas despacio, por favor!" (Langsamer!!!) - hilft nichts. Ich versuche es nocheinmal... Jetzt bekomme ich schon raus, das es wissen möchte wo ich wohne.
Ich habe keine Ahnung wer dieser Mann ist, warum sollte ich ihm sagen, wo ich wohne?!
Er frägt weiter.
Ich versuche heraus zu bekommen, warum er das wissen möchte und fange an wirklich zu verzweifeln! Leider reagiert er nicht auf meine Frage und fragt weiter, aber diesesmal ob den die Straße "Torcaza y José Maria Vargas" richtig sei?! Der weiß schon wo ich wohne, er will nur wissen wo das ist! Langsam wird mir dann das ganze Unheimlich und ich überlege vielleicht einfach aufzulegen, aber dann kommt das Stichwort "Yo tengo flores" (Ich habe Blumen).
Und dann weiß ich es: Meine Mama schickt mir Blumen zum Geburtstag! =)

Das Erklären den Weges war dann nicht mehr so schlimm, aber so einfach ist es dann doch nicht sich in einem fremden Land zurecht zu finden^^

Liebe Mami, lieber Papi, danke danke danke für die wunderschönen Blumen, das war eine wirkliche Überraschung zum Geburtstag!
...und sie haben mir ein weiteres Erlebnis beschehrt =)
Ich hab euch so lieb! <3



Freitag, 11. September 2009

Hoher Besuch aus München..

Diesen Freitag hatten wir Besuch vom Münchner Erzbischof Marx. Am letzten Tag seiner 11tägigen Rundreise durch Ecuador durften wir vier Freiwilligen ihn persönlich kennen lernen.
Erzbischof Marx hat in der Deutschen Gemeinde von Quito Sankt Michael einen Gottesdienst gehalten, in dem wir Vier ministrieren durften. Dabei durfte ich feststellen, das das Buch von unserem Erzbischof um einiges schwerer ist, als das was ich in St. Ulrich immer halten durfte. =)
Die Messe war sehr schön und die Predigt, in der es um Verantwortung für die Welt ging, hat mich sehr angesprochen.


Foto: (v.l.n.r.) Alexander Sitter, Manuel, Verena, Erzbischof Marx, ich und Johannes

Nach dem Gottestdienst gab es eine Diskussionsrunde in der Bischof Marx auf sehr kritische Fragen geantwortet hat. Es ging zum Beispiel um die Frau in der Kirche, wie man die Jugendlichen zurück in die Kirche bringen kann und die Kirche und Verhütung. Mich hat das sehr beeindruckt bzw. unser Erzbischof sehr beeindruckt. Die Antworten die er gegeben hat waren sehr gut überlegt und sehr intelligent. Ich denke er hat mir und einigen Anderen auch einen Anstups zum nachdenken gegeben.
Ich möchte einen kleinen Auszug davon geben, was ich noch sehr im Kopf habe.
Er meinte, dass wir uns nicht wundern brauchen, denn keiner ist mehr stolz das er katholisch ist, es ist uns eher peinlich und wenn jemand fragt, sagen wir: "Ja katholisch bin ich schon, aber der Papst und so...". Es sollte eher andersrum sein: "Was du nicht (katholisch)? Du wirkst aber sonst ganz vernünftig!"
Das ist was, was ich mir sicher noch länger merken werde =)



Danachgab es ein großes Buffet und gutes Essen, bis dann der Erzbischof zum Flughafen fahren musste um wieder zu euch nach München zu fliegen.
Für mich war es ein sehr interessantes Erlebnis, diesen sympatischen und interessanten Mann kennenzulernen.


=> Internetseite der Pfarrkirche St.Michael in Quito

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Ich lass mich sehen...

Hallo zusammen,
um euch meine Umgebung, meine Familie und meine Erlebnisse auch visuell ein bisschen näher zeigen zu können und dass ihr einen Eidruck davon bekommt, was ich hier eigendlich alles sehen darf, hab ich es jetzt endlich geschaft ein Fotoalbum im Internet einzurichten.
Also schaut euch die Fotos an, stellt bitte Fragen, wenn euch was interessiert und ansonsten...seid einfach nur neidisch =)

=> Fotos