Sonntag, 27. Dezember 2009

Weihnachten...ohne Christbaum, aber mit Sonnenbrand

Hallo zuhause, ich hoffe ihr habt alle Weihnachten und die Feiertage gut überstanden und seid auch gut ins neue Jahr gerutscht.

Meine Vorweihnachtszeit hatte leider wenig Weihnachtszauber, weil es jeden Tag 25 Grad hattte und dass einfach nicht Weihnachten ist. Na ja, die Hoffnug aufgegeben haben wir drei Deutschen nicht, es wurde das Centro weihnachtlich dekoriert, Vanillekipferl gebacken und natürlich kitschige Weihnachtsmusik gehört.Zwar standen bereits ab Anfang Dezember lila-pink-blau-blinkende Plastikbäume in den Häusern, was wie alles hier an Weihnachten auf den nordamerikanischen Brauchtum zurückzuführen ist, aber mit der Weihnachtsstimmung hat es irgendwie trotzdem nicht so geklappt. Auch die "Weihnachtsfeier" mit den Mitarbeitern, für die wir alle in eine Freizeitanlage mit Palmen, Schwimmbad und Spartanlage gefahren sind war nicht gerade besinnlich. Und der Grossteil der Mitarbeiter und ich eingeschlossen hatte am nächsten Tag Sonnenbrand, mehr brauch ich also nicht dazu zu schreiben.

Trotz allem: Mein Weihnachten war sehr schön, aber hat sich einfach irgendwie nicht wie Weihnachten angefühlt. Am 24. Dezember haben wir alle im Centro erst mal bis um 5 Uhr gearbeitet, weil wir ein großes Weihnachtsbuffet für 130 Personen der Nachbarfirma hatten. Das hieß sehr viel abwaschen, weil eine Spülmaschiene haben wir leider nicht. Also waren wir alle schon etwas müde und erschöpft. Das hat aber allen anderen nicht so viel ausgemacht, weil hier in Ecuador Weihnachten eigendlich erst am 25. Dezember gefeiert wird. Nur wir (Maria und ich) haben den Tisch schön gedeckt, die Geschenke aufgestellt, den Adventskranz angezündet und Weihnachtsmusik angemacht. Die Reste vom Buffet waren auch schnell wieder aufgewärmt und sehr lecker – Truthahn mit einer Weihnachtssoße, Trauben-Ananas-Nuss-Salat, Kartoffeln, Weihnachtsreis und Krabben. Natürlich hab ich wie jedes Jahr zu Weihnachten viel zu viel gegessen, aber für die geschickten Plätzchen von meiner Oma war bei uns allen noch genug Platz und auch den beiden Ecuadoriandern, José und Marco, hat dieser Weihnachtsbrauch besonders gefallen. Der José hat dann noch die Weihnachtsgeschichte vorgelesen – natürlich dieses Jahr in Spanisch – und dann kam unsere kleine aber feine Beschehrung...ich habe eine schöne Kette von meinen beiden Mädels bekommen. Da die Christmette erst um 12 Uhr in der Nacht war hatten wir danach noch jede Menge Zeit, die wir dann durch Kartenspielen rumgekriegt haben.

Es war sehr schön, aber es hat einfach so viel gefehlt, was für mich einfach zu Weihnachten dazu gehört... sagn mas so, i gfrei mi auf nächsts Jahr Weihnachten =)


Mittwoch, 9. Dezember 2009

Spaziergang durch meine Nachbarschaft

Ich hab am Wochenende einen Spaziergang gemacht und ein paar Fotos für euch geschossen..

Blauer Himmel..


Auf jedem Dach wird Wäsche getrocknet


Der Innenhof kurz nach der Autowäsche



Eine Borte von Glasscherben als Einbrecherschutz auf der Mauer



Die Mauer von meinem Zuhause



Eine kleine Nebenstraße


Stromnetze - ein einziges Caos



Für Lisa - Danke



Samstag, 5. Dezember 2009

Bombenstimmung im Stadion

Ein super Erlebnis war das Saisonendspiel zweier Fussballvereine im Quitoer Estadio Olympico, bei dem es um den Meistertitel ging. Dazu wurden wir drei deutschen Mädls von drei guten ecuadorianischen Freunden eingeladen. Karten hatten wir zwar bis kurz vor Spielbeginn keine, doch glücklicherweise kannte Eduardo den Kassierer und so konnten wir doch noch ohne jegliche Sicherheitskontrollen und ohne zu zahlen ins ausverkaufte Stadion. Mit Kontakten geht hier in Ecuador eben alles =). Im Stadion herrschte ausgelassene Stimmung und als in den letzten zehn Minuten noch fünf Tore fielen und Deportivo Quito somit 3:2 gewann, war der Teufel los. Wie auch schon in manchen Phasen der Partie konnte man vor Rauchwolken kaum mehr das Spielfeld sehen. Da wurden Raketen in die Luft geschossen, Flaggen gehisst und Stacheldrahtzäune, trotz drei Meter tiefem Graben überklummen, sodass sich das Spielfeld mehr und mehr mit Zuschauern füllte und die Securities es mehr oder weniger aufgaben die Menschen auf ihre eigentlichen Plätzen zu halten. Man kann sich also vorstellen, dass die Sicherheitsverhältnisse in diesen Stadien nicht mit Deutschen zu vergleichen sind und Unfälle hier sicherlich öfter vorkommen als daheim.

Die anschliessende Meisterfeier am Theaterplatz in der Altstadt, die wir uns totz Sauwetter nicht entgehen ließen, war mit der des FC Bayerns am Marienplatz zu vergleichen. Da hat uns auch nicht gestört, dass wir durch und durch nass waren und haben mit Salsa und Canelasso ausgelassen mitgefeiert.