Samstag, 5. Dezember 2009

Bombenstimmung im Stadion

Ein super Erlebnis war das Saisonendspiel zweier Fussballvereine im Quitoer Estadio Olympico, bei dem es um den Meistertitel ging. Dazu wurden wir drei deutschen Mädls von drei guten ecuadorianischen Freunden eingeladen. Karten hatten wir zwar bis kurz vor Spielbeginn keine, doch glücklicherweise kannte Eduardo den Kassierer und so konnten wir doch noch ohne jegliche Sicherheitskontrollen und ohne zu zahlen ins ausverkaufte Stadion. Mit Kontakten geht hier in Ecuador eben alles =). Im Stadion herrschte ausgelassene Stimmung und als in den letzten zehn Minuten noch fünf Tore fielen und Deportivo Quito somit 3:2 gewann, war der Teufel los. Wie auch schon in manchen Phasen der Partie konnte man vor Rauchwolken kaum mehr das Spielfeld sehen. Da wurden Raketen in die Luft geschossen, Flaggen gehisst und Stacheldrahtzäune, trotz drei Meter tiefem Graben überklummen, sodass sich das Spielfeld mehr und mehr mit Zuschauern füllte und die Securities es mehr oder weniger aufgaben die Menschen auf ihre eigentlichen Plätzen zu halten. Man kann sich also vorstellen, dass die Sicherheitsverhältnisse in diesen Stadien nicht mit Deutschen zu vergleichen sind und Unfälle hier sicherlich öfter vorkommen als daheim.

Die anschliessende Meisterfeier am Theaterplatz in der Altstadt, die wir uns totz Sauwetter nicht entgehen ließen, war mit der des FC Bayerns am Marienplatz zu vergleichen. Da hat uns auch nicht gestört, dass wir durch und durch nass waren und haben mit Salsa und Canelasso ausgelassen mitgefeiert.


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